Schutzkonzept: Verhaltensleitlinien für Mitarbeitende

Weil das Schutzkonzept natürlich ein relativ langer Text ist (wir wollten an vieles denken!), könnte es sein, dass nicht alle von euch das ganze Dokument gelesen haben. 😉 Daher beleuchten wir in den nächsten 3 Beiträgen zu diesem Thema mal ein paar wichtige Punkte.

Im Schutzkonzept werden nämlich Verhaltensleitlinien genannt, und zwar für Mitarbeitende, Sportler*innen und Eltern / Erziehungsberechtigte.

Schauen wir uns doch heute mal die Leitlinien für Mitarbeitende genauer an:

  • Einzelgespräche, Übungseinheiten, Einzelunterricht und individualpädagogische Maßnahmen finden nur an dafür geeigneten Orten statt und müssen jederzeit von außen zugänglich sein. 

Diese Leitlinie ist ein gutes Beispiel dafür, dass solche Regeln nicht nur dadurch wirken, dass die Mitarbeitenden sich dran halten müssen, sondern auch indem sie eine Klarheit schaffen: Was ist normal? Was ist komisch? Das ist – gerade für Kinder und Jugendliche, aber durchaus auch für Erwachsene – manchmal nicht so klar. Denkt beispielsweise an den Hautarzt: Da ist es normal, dass man sich bis auf die Unterhose auszieht. Aber wenn wir das beim Augenarzt machen müssten, würden wir stutzig. Die Regel oben hilft dabei: Ja, es kann sein dass ein Trainer oder eine Trainerin jemanden einzeln trainiert, aber es kann nicht sein, dass das im eigenen Garten passiert oder im eigenen Fitnessraum. Wenn jemand das vorschlägt, sollten wir stutzig werden. Damit soll nicht gesagt werden, dass alle Menschen das vorschlagen, weil sie einen Übergriff planen – es mag auch ganz unbedarft sein. Aber wir als TuS Ost möchten, dass diese Grauzonen von vornherein gar nicht passieren – unsere Mitarbeitenden sollen professionell bleiben, damit sich niemand unwohl fühlt und natürlich auch, damit Leute, die tatsächlich einen Übergriff planen, keine Kultur vorfinden, in der es ganz normal ist, beim Trainer zuhause zu trainieren! Wir alle sollten dazu beitragen, dass man das komisch findet, damit es sich in der gefährlichen Echtsituation auch komisch anfühlt.

  • In Bezug auf Minderjährige halten wir die professionelle Distanz für besonders wichtig: Bezugspersonen bauen keine privaten Freundschaften zu betreuten Kindern oder Jugendlichen auf. Es findet keine Fortführung der Beziehung im privaten Rahmen statt (z. B. private Treffen, private Urlaube). 

Auch diese Regel hat den selben Zweck, und auch hier will ich sagen: Das klingt erstmal komisch, bloß keine Freundschaften. Kann ja sein, dass sich eine Familie toll versteht mit einem Trainer.
Aber wir wissen auch: Es ist Täterstrategie, sich nah an Kinder und Jugendliche zu schieben, sodass es sich auch für die Eltern plötzlich ganz okay anfühlt, wenn man die Kinder der Person anvertraut. Wir alle können durch unsere professionelle Haltung dazu beitragen, dass diese Fälle nicht passieren, in denen dann Übergriffe stattfinden, weil wir ganz klar ausstrahlen: Natürlich sind hier Grenzen, und die wahren wir.

  • Individuelle Grenzempfindungen werden ernst genommen und respektiert und nicht abfällig kommentiert.
  • Das sportliche Miteinander wird so gestaltet, dass die Grenzen der Kinder und Jugendlichen gewahrt werden.

Auch im einzelnen Situationen im Sport ist uns wichtig, gut mit Grenzen umzugehen. Diese Regel spiegelt vor allem wider, dass wir wissen: Grenzen sind individuell. Grenzverletzungen passieren nicht nur absichtlich, sondern können auch bei harmlos gemeinten Sprüchen oder Handlungen passieren. Dann ist uns wichtig, dass wir gut reagieren: Ein „Hab dich nicht so“ oder „War doch nicht so gemeint“ hilft überhaupt nicht dabei, dass es sich wieder gut anfühlt, wenn eine Berührung zu viel oder ein Spruch zu derb war. Eher könnte es dazu führen, dass (junge) Menschen bei uns lernen: „Aha, wenn ich eine Grenze spüre, ist das egal“. Aber das wollen wir natürlich nicht! Stattdessen soll man bei uns die Erfahrung machen „Oh cool, wenn ich eine Grenze spüre und das äußere, wird das beachtet, mein Gefühl stimmt!“. Das ist übrigens auch ein guter Schutz in Situationen mit Tätern: Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche dann ihrem Nein-Gefühl vertrauen, und dafür ist es total wichtig, dass wir auf Situatione mit Nein-Gefühl gut reagieren:
Cool, dass du was gesagt hast, ich achte das nächste Mal drauf.
Tut mir leid, dass das blöd für dich war, ich lasse das ab jetzt.
Oh sorry, hab ich nicht gut drüber nachgedacht, danke dass du mir das zurückmeldest.

Als nächstes gibt es einen Artikel über die Leitlinien für Sporttreibende!

#NeinZuGewalt – Nicht wegschieben!

Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat gemeinsam mit der Unabhängigen Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen seit einiger Zeit ein Programm online, das ich (Jan vom #NeinZuGewalt-Team) ziemlich gut finde! Unter Nicht-Wegschieben.de finden sich sieben Handlungsempfehlungen, die jede*r einzelne von uns befolgen kann im Umgang mit Kindern.

Wie ihr ja wisst, ist mir vor allem wichtig, dass es möglich wird, über das schwierige Thema Grenzverletzungen zu sprechen, damit wir nämlich genau nicht hilflos und sprachlos werden, wenn wir davon hören – denn Kinder verdienen in solchen Momenten kompetente, hilfreiche Erwachsene.

Die Website hat direkt auf der Startseite einen tollen Film, ich empfehle euch einmal vorbeizuschauen!

Außerdem habe ich die 7 Handlungsempfehlungen hier einmal abgebildet. Die Punkte 3 und 5 gehen vor allem Eltern etwas an, aber alle anderen Punkte haben massiv mit uns zu tun – besonders der letzte Punkt zeigt, wie wichtig wir als Verein sind.

Das Team #NeinZuGewalt beim TuS Ost wird einige der Aktionsmaterialien bestellen – auch wenn sie sich viel an Eltern richten, helfen sie uns dabei, das Thema aktiv zu halten und für Gesprächsanlässe zu sorgen.

#NeinZuGewalt – Fertigstellung des Schutzkonzepts und Beginn der Umsetzung

Wie ihr ja schon wisst, haben wir im Laufe des Jahres in einer Arbeitsgruppe das Schutzkonzept für den TuS Ost erarbeitet. Dabei herausgekommen ist zum Einen ein Dokument, das ihr unter tus-ost.de/schutzkonzept jederzeit anschauen könnt, und zum Anderen viel Klarheit über das, was wir wollen und wie wir das machen wollen.

Was wir wollen, ist dass sich alle beim TuS Ost wohlfühlen, während sie im Verein Sport treiben. Niemand soll sich unsicher fühlen, niemand soll Grenzverletzungen erleben, wir möchten dass alle achtsam und aufmerksam umgehen. Darüberhinaus wollen wir verhindern, dass Täter (also Menschen, die absichtlich die Nähe von Kindern und Jugendlichen suchen, um sexuelle Übergriffe vorzubereiten) abgeschreckt werden.

Was jetzt als nächstes passiert ist folgendes:

  • Alle Trainer*innen und Trainer werden bis Jahresende eine Selbstverpflichtung und einen Ehrenkodex unterschreiben. In der Selbstverpflichtung unterschreiben sie quasi, dass ihr erweitertes Führungszeugnis keine Einträge hat, die irgendwas mit sexuellen Grenzverletzungen oder der Misshandlung Schutzbefohlener zu tun hat. Der Ehrenkodex beschreibt die Kultur, die wir hier am TuS gern haben wollen (s. unten).
  • Alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, werden bis Jahresende ihr erweitertes Führungszeugnis erneuern. Wir verändern den Modus so, dass wir dies alle 5 Jahre in großem Stil machen – das ist für uns als Verein leichter, als für jede Person nachzuhalten, wann ihre 5 Jahre rum sind. Kann natürlich heißen: Wer dieses Frühjahr erst als Trainer angefangen hat, muss jetzt direkt nochmal. Wir hoffen, diesen kleinen Mehraufwand tragt ihr mit, weil es natürlich um eine große Sache geht!
  • Unter neinzugewalt@tus-ost.de erreicht ihr jetzt Jan Müller und Ines Hartl, die aktuellen Ansprechpartner rund um jede Form von Übergriffen. Auf der eigenen Unterseite hier auf der Homepage erfahrt ihr mehr – dort gibt es auch ein Kontaktformular, mit dem ihr Jan und Ines erreichen könnt.
  • Wir werden Plakate aufhängen, mit denen wir das Thema in die Breite des Vereins tragen wollen
  • Die Arbeitsgruppe zum Schutzkonzept wird sich auch weiterhin treffen, um am Ball zu bleiben: Was hören wir aus den Abteilungen? Gibt es noch Punkte, wo wir was tun können für Sicherheit und gutes Gefühl? Muss noch was im Schutzkonzept ergänzt werden?
  • Aus dieser Arbeitsgruppe heraus wollen wir gern auch offen einladen, damit wir alle unser Knowhow rund um das Thema Gewalt und Grenzen noch verbessern können. Niemand von uns ist in einer Gesellschaft groß geworden, die da gut mit umgeht, insofern lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Schon grob in Planung ist eine Veranstaltung zum Thema psychologische erste Hilfe – was tun wenn’s eine Krise gibt?

In den nächsten Wochen werden wir hier im Blog noch etwas genauer ins Schutzkonzept schauen und einzelne Teile vorstellen. Bis dahin: Bleibt achtsam und freundlich miteinander, und viel Spaß beim Sport!

Lauftreff am Dienstag!

Jan Müller (Abteilungsleiter DDC-Frisbee) bietet jeden Dienstag um 18 Uhr einen Lauftreff an, bei dem entlang der Stauteiche 5-7 Kilometer in 30 – 45 Minuten gelaufen werden (ungefähr ein 7:00er pace mindestens, je nach Laune kann es auch mal auf 6:30 gehen).

Ein Teil der Motivation für die Gruppe war die Beobachtung, dass die Menschen in unseren Abteilungen relativ selten Gelegenheit haben, mitzubekommen, was in anderen Abteilungen eigentlich gerade so passiert – aber immer wenn das passiert, z.B. beim Vereinsrat oder bei den Treffen rund um das Schutzkonzept zur Prävention (sexualisierter) Gewalt, ist das sehr gewinnbringend und auch einfach schön! Stimmt ja, es gibt nicht nur meine Abteilung, wir sind ein richtiger Verein! 🙂

Ein anderer Teil der Motivation ist der Spaß am Laufen! In allen Abteilungen ist eine Grundlagenausdauer hilfreich, und eine Möglichkeit die zu verbessern ist Joggen.

Insofern seid ihr herzlich eingeladen, einfach mal mitzulaufen. Eine kurze Mail an lauftreff@tus-ost.de vorab wäre gut, es kann immer mal sein dass der Lauftreff wegen Krankheit oder anderen Gründen ausfallen muss. Der Treffpunkt ist immer am ersten Stauteich, genauer: An der Walkenmühle.

Bitte beachtet: Es handelt sich um einen Lauftreff, nicht um ein Lauftraining. Bestimmt können wir auch mal fachsimpeln, aber niemand beim Lauftreff kann dich coachen, wie du schneller oder gesünder läufst.

Historische Stadtführung mit unserer Badmintonabteilung

Als unser langjähriges Vereinsmitglied Johannes erzählte, dass er sich bei der Stadt Bielefeld als Stadtführer beworben hat, stand für uns schnell fest: Wir wollen mit unserer Badmintonabteilung eine eigene historische Stadtführung erleben!

Johannes war viele Jahre als Richter am Amtsgericht Bielefeld tätig und nutzt nun seinen Ruhestand, um als Stadtführer wissbegierige Gruppen für Bielefeld zu begeistern. Als gebürtiger Bielefelder kennt er seine Heimatstadt wie seine Badmintontasche – und entdeckt dabei immer wieder spannende neue Details.

Am Donnerstag, den 11. September, war es endlich so weit: Eine kleine Gruppe unserer Abteilung kam zu einem exklusiven Rundgang zusammen. Die Tour führte uns vom Alten Rathaus – wo wir uns kurz wie die Mannschaft von Arminia Bielefeld nach dem DFB-Pokalfinale fühlten – über die Nicolaikirche und den Alten Markt in den Park der Menschenrechte und schließlich zum Klosterplatz.

Zum Abschluss luden wir Johannes mit einem herzlichen Dankeschön ins Brauhaus Joh. Albrecht ein, wo wir den Abend gemeinsam ausklingen ließen.
Danke, Johannes, für diesen besonderen Ausflug!

Die Adipositas Allstars im Fernsehen – wir sind stolz wie Bolle! 🌟

Jetzt wird’s offiziell: Die Adipositas Allstars vom TuS Ost Bielefeld sind im TV zu sehen – und wir könnten nicht glücklicher sein! 📺💙
Der WDR war bei uns zu Besuch und hat unsere Gruppe begleitet – beim Training, beim Lachen, beim Zusammenhalten. Entstanden ist ein ehrlicher, starker und herzerwärmender Beitrag über das, was uns ausmacht: Mut, Bewegung, Lebensfreude – und jede Menge Teamspirit!

Wir zeigen, dass Sport für alle da ist – unabhängig von Kleidergröße, Fitnesslevel oder Vorgeschichte. Bei uns zählt nicht das Idealbild, sondern der Mensch. Und wir sind stolz, dass genau das jetzt im Fernsehen zu sehen ist!


📍 Sender: WDR Fernsehen
💻 Ab sofort online in der Mediathek unter diesem Link:

Morgenmagazin: Übergewichtigen-Fußball als Zeichen gegen Vorurteile – hier anschauen

Schaltet ein, erzählt’s weiter, seid dabei – und feiert mit uns diesen besonderen Moment! Die Allstars mehr als eine Sportgruppe – wir sind eine starke Gemeinschaft. 💪❤️
#AdipositasAllstars #TuSOstBielefeld #StarkGemeinsam #WDRBeitrag #BewegungMitHerz


Film über Double Disc-Frisbee erscheint heute

Double Disc Court, der dynamische Frisbeesport für 4 Personen und 2 Scheiben, wächst in den letzten Jahren in ganz Deutschland immer weiter heran – der TuS Ost war von den gegenwärtigen DDC-Vereinen der erste, bei dem DDC angegliedert wurde! Der Abteilungsleiter Jan Müller leitet auch die übergeordnete DDC-Abteilung des Deutschen Frisbeesportverbandes.

Im Zuge der Europameisterschaft, die letztes Jahr in Berlin ausgerichtet wurde, ist ein Film über DDC-Frisbee entstanden, der am heutigen 15. März um 10 Uhr Premiere feiert. Das knapp dreiminütige Video des Filmemachers Julius Winckler fängt wunderbar zwei Aspekte ein: Zum einen die Dynamik, Athletik und Teamkoordination, die für ein erfolgreiches DDC-Spiel insbesondere auf höheren Niveaus nötig ist, sowie zum anderen den großen Zusammenhalt der DDC-Szene auch international und unabhängig von Alter, Geschlecht und Nationalität. In allem ist die Freude spürbar, die an diesen zwei tollen Turniertagen in Berlin letztes Jahr herrschte:

Unsere Abteilung freut sich übrigens immer über neue Sportler*innen, die ihre Frisbee-Fähigkeiten in diesem reaktionsschnellen Spiel auf die Probe stellen wollen – die Sommersaison steht jetzt vor der Tür, trainiert wird immer donnerstags um 17:30 an der Volkeningschule.

Double Disc Court ist kommunikativ, spannend und strategisch: John Kirkland hat DDC deshalb einmal als Königin des Frisbeesports bezeichnet. Eine klare Besonderheit sticht heraus: Bei keinem anderen Frisbeesport wird so viel geworfen und gefangen wie beim DDC! In 2025 stehen auch wieder Turniere an, zum Beispiel das Bielefelder „Discival“ in der Radrennbahn – geplant für den 30.+31.08.25. Hierzu schicken wir euch vorab auch nochmal eine separate News!

Elke startet ab Februar mit einem zweiten Mobility-Kurs am Freitag durch!

Liebe Kursfans,

Elke kommt ab Februar auch am Freitag von 17:30 bis 18:30 in die Turnhalle Ost, um euch mit ihrem Mobility-Training in Bewegung zu bringen und zu halten. Das Training findet sogar in der großen Halle statt, wenn sich genügend TeilnehmerInnen finden! Der erste Termin ist der 07.02.2025.

Bei dem Kurs geht es darum, eure Beweglichkeit, Koordination und Kraft aufzubauen bzw zu verbessern: Ein spezielles Training, um Blockaden und Verkürzungen / Verklebungen der Muskulatur zu lösen, wodurch die Gelenke entlastet werden. Ihr fühlt euch wieder freier und energiegeladener. Ihr braucht keine Vorkenntnisse!

Wir wünschen euch viel Spaß und ab Februar einen guten, bewegten Start in die Wochenenden.

Euer Team TuS Ost

Ab Februar neue Altersgruppen im Kinder-Hip-Hop

Liebe Kinder, liebe Eltern,

Ab Februar möchten wir gern schauen, dass ihr euren Fortschritten gemäß weiterhin so tolle Fortschritte machen könnt!

Dazu ist es vorgesehen, dass die Gruppen zukünftig wie folgt eingeteilt werden:

Mittwochs 15:45 – 16:30 für Kinder von 6 – 9 Jahren

Donnerstags 18:00 – 18:45 für Kinder von 8 – 12 Jahren

Wenn ihr also tanzerfahren und schon etwas größer seid, ist ab jetzt der Kurstag am Donnerstag der richtige für euch. Wenn ihr noch jünger seid oder gern erstmal im Hip Hop einsteigen wollt, dann ist der Kurs am Mittwoch für euch prima.

Wenn ihr aus zeitlichen Gründen nicht wechseln könnt, dann seid ihr trotzdem in euren alten Gruppen nach wie vor willkommen!

Viel Spaß und schönes Tanzen wünscht euch

Euer Team TuS Ost

am Start: Adipositas-Fußballteam beim TuS Ost!

Es gibt spannende Entwicklungen im Mannschaftssport: wir haben ein neues Team – aber wer sind die eigentlich? Hier einige Infos zu den neuen Teamplayer:

Steffy Wirtz, 47 Jahre: Selbst betroffen mit der Krankheit Adipositas, seit 15 Jahren lebt sie mit einem Magenbypass. Sie ist Vorsitzende der AdipositasHilfe Deutschland e.V., ist Aquatrainerin, Walking Trainerin, hat den Trainerschein Fitnesstrainer B Lizenz und ist Mitgründerin der Adipositas All Stars Bielefeld.

Dennis Vogel, 39 Jahre: Mitbegründer und Trainer der Adipositas All-Stars Bielefeld, Aqua- und Walkingtrainer, ist selbst adipös und hat seit März 2023 einen Magenbypass. Dennis, wie kam es dazu, dass es die Adipositas All Stars Bielefeld gibt?

‚Im letzten Jahr kamen Michael Wirtz und ich ins Gespräch, dass es total cool wäre, wenn wir Menschen mit Übergewicht eine Möglichkeit bieten könnten, wieder aktiv Fußball unter Gleichgesinnten zu spielen. Ich selbst hatte damals ein Startgewicht von 155 KG. Ein aktives Mitspielen bei einer normalen Fußballmannschaft war mir konditionell gar nicht möglich, und Micha erzählte, dass es in NRW eine Liga gibt, wo Übergewichtige Fußball spielen.

Nach einer ersten Zeit erfolglosen Suchens bin ich auf die ÜFL-NRW gestoßen: dort hatte Mike Kraus eine eigene Liga für adipöse Spieler gegründet, die nach den DFB-Regeln spielt. Ich habe Mike kontaktiert, und er bestätigte, dass es in Bielefeld und Umgebung keine Mannschaft gebe. Er ermutigte mich, eine eigene Mannschaft zu gründen. Daraufhin habe ich mich mit Micha und Steffy zusammengesetzt und wir haben überlegt, ob wir das umsetzen wollen und wie wir es angehen können, bis wir einen Entschluss gefällt haben: Unser Ziel wurde es, die erste Mannschaft in Bielefeld und OWL zu gründen, die übergewichtigen Menschen die Chance gibt, unter Gleichgesinnten wieder Freude am Fußball und an der Bewegung zu finden. Die Teilnahme an dieser Mannschaft setzt einen BMI von über 31 sowie ein Mindestalter von 18 Jahren voraus. Die Mannschaft steht sowohl Frauen als auch Männern offen.

Ich machte mich auf die Suche nach einem Verein, der uns bei unserem neuen Projekt unterstützen könnte. In einem Gespräch mit einem Arbeitskollegen erwähnte ich unser Vorhaben, und er bot an, beim TuS Ost nachzufragen und mir den Kontakt herzustellen. Der TuS Ost zeigte sich sofort begeistert von unserem Projekt und bot uns einen neuen Heimatverein, der uns tatkräftig unterstützt.

Wir haben nun Zugang zu einem gepflegten Kunstrasen-Kleinfeld, Umkleideräumen, Duschen und einem Vereinsheim – genau das, was wir uns gewünscht haben! Von Anfang an wurden wir sehr herzlich aufgenommen. Aktuell haben wir 21 Spieler und Spielerinnen, und seit dem letzten Pressebericht haben wir noch mehr Zuspruch erhalten. Wir hoffen, dass wir weitere Spieler gewinnen können, um im März 2025 in die ÜFL-NRW starten zu können.

In der ÜFL darf man mit einem BMI von 31 spielen. Wenn man während der Saison unter diesen Wert fällt – was unser Ziel ist – darf man die Liga bis zum Ende spielen. Allerdings dürfen nur zwei Spieler mit einem BMI unter 31 gleichzeitig auf dem Platz stehen, und diese müssen dem Gegner bekannt gegeben werden. Diese Spieler dürfen in der nächsten Saison nicht mehr spielen, aber wir möchten sie nicht im Stich lassen und haben eine Kooperation mit dem TuS Ost, wo sie weiterhin aktiv sein können.

Die Spiele werden auf einem Kleinfeld ausgetragen, mit zwei Halbzeiten von je 35 Minuten, und es spielen sieben Feldspieler sowie ein Torwart. Zu den Spielen dürfen 15 Spieler mitfahren, und es ist erlaubt, beliebig oft ein- und auszuwechseln.‘

Was für eine Geschichte – toll! Wo gehe ich denn hin, wenn ich Lust habe, mitzumachen?

Das Training findet immer dienstags und freitags von 19:15 bis 20:45 Uhr beim TuS Ost am Radrennbahnweg 50a in Bielefeld statt. Ihr könnt aber auch gerne Kontakt zu Steffy oder Dennis aufnehmen! Dennis Vogel ist unter der Nummer 0151-40 40 2009 erreichbar oder per E-Mail unter fussball-bielefeld@adipositas-selbsthilfe.de.

…dann bis bald, viel Spaß! Euer Team TuS Ost

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