Sport im Park 2026 – am 06.07. geht es los!

Liebe Sportsfreundinnen und Sportsfreunde,

Wenn ihr noch nicht von „Sport im Park“ gehört habt, dann wird es allerhöchste Zeit! Das ist ein tolles Sommerbewegungsprogramm mit vielen verschiedenen, kostenlosen Sportangeboten in der ganzen Stadt.

Der Stadtsportbund Bielefeld organisiert das Event zusammen mit den lokalen Sportvereinen. Diesen Sommer werden erneut viele Grünflächen in Bielefeld zu Sportarealen umgewandelt.

Und der TuS Ost ist auch wieder dabei! Hier sind die Kurse, die wir anbieten:

Montags: 17:00 – 18:00 Dance Fitness bei Anna K., 18:00 – 19:00 Power Workout bei Christina, beides am Standort Stauteiche II, der Power-Doppelpack!

Dienstags:

10:15 – 11:15 Japanese Walking bei Bettina, auf der Wiese gegenüber des Fußballplatzes an der Radrennbahn (Heeper Straße) – lasst euch überraschen, gehen à la japonaise kann eure Kondition fördern!

17:30 – 18:30 Zumba bei Vanessa, auf der Wiese gegenüber des Fußballplatzes an der Radrennbahn (Heeper Straße),

18:00 – 19:00 Disc Golf bei Jörn und Stefan, Standort Obersee: geht entweder Tanzen oder versucht euch in Hand-Auge-Koordination!

Donnerstags: 16:00 – 17:30 Kung Fu – 7 Sterne Gottesanbeterin bei Anabel, Bultkamp Park (große Wiese vor dem Skatepark) – ohne Worte. Lasst euch auf eine Sportart ein, die man nicht aller Tage findet! 16:30 – 17:30 Mein Rücken und ich, wir müssen reden… bei Bettina K., Heeper Fichten – auf der Wiese gegenüber der Sporthalle – wer schon mal Rücken hatte, hat jetzt keine Ausreden mehr 😉

Samstags: 10:30 – 11:30 Fit-Mix und 11:30 – 12:15 Stretch & Mobility bei Julia, Bultkamp Park (Nähe Skatepark)

Die Sport im Park-Broschüre mit allen weiteren Infos könnt ihr unter diesem Link einsehen, mit QR-Codes zur Standortsuche, die veranstaltungseigene Homepage könnt ihr hier abrufen.

Wer über DiscGolf noch ein wenig mehr wissen möchte: hier ein Link zum Beitrag von der Abteilung!

Egal, ob ihr Anfänger:innen oder schon fortgeschritten seid, kommt vorbei! Vielleicht lernt ihr ja ein neues Kursformat kennen und lieben 😉

Viel Spaß und genießt den Sommer,

Euer Team TuS Ost

Hitze – sei smart dabei!

Liebe Vereinsmitglieder, Liebe Fitness-Fans, Liebe RehasportlerInnen,

Viele von uns nehmen Medikamente, um gut durch den Alltag zu kommen, und für manche von diesen Medikamenten bedeutet extreme Hitze, dass ihre Wirkungen etwas genauer als sonst beobachtet werden müssen.

Welche Medikation dies betrifft, könnt ihr hier nachlesen: eine Tabelle, in der Medikamente abgetragen sind, die man genauer beobachten sollte, die sogenannte ‚Heidelberger Hitzetabelle‘.

Wenn ihr also seht, dass euer Medikament in dieser Liste auftaucht, nehmt Kontakt mit eurer Ärztin oder eurem Arzt auf und klärt, welche Empfehlungen ihr beachten könnt – es geht nicht nur um so Offensichtliches wie z.B. Entwässerungstabletten, die zusätzlich Wasser entziehen, sondern auch beispielsweise um Medikation, die unsere Aufmerksamkeit einschränkt. Denn: je weniger aufmerksam wir sind, desto weniger gut haben wir unsere Selbstfürsorge auf dem Schirm!

Bei uns gilt nach wie vor: bringt euch ausreichend Wasser zu trinken mit, gegebenenfalls zusätzlich eine Obstschorle mit einer Messerspitze Salz um die Elektrolyte ausgleichen zu können. Passt auf euch auf, überfordert euch nicht, und bleibt bei Zweifeln an eurer Leistungsfähigkeit bitte zuhause. Haltet telefonisch miteinander Kontakt und wenn ihr den Eindruck habt, jemand könnte Hilfe gebrauchen, sprecht sie darauf an. Fragt lieber einmal zuviel als einmal zu wenig!

Bleibt stabil und passt auf euch und einander auf,

Euer Team TuS Ost

Hier die Quellen, auf die wir uns beziehen:

https://klima-gesund-praxen.de/wp-content/uploads/2024/07/Medikamentenmanagement_bei_Hitzewellen.pdf

https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:4d8e797a9d68d174

TuS Ost tritt am Samstag, 06.06. und am Sonntag, 07.06. beim Leineweber-Markt auf!

Liebe Kursfans, Liebe Vereinsmitglieder, Liebe Kinder!

Auch dieses Jahr gilt wieder: Bielefeld schmeißt eine Riesenfete und der TuS Ost ist mittendrin! Dieses Jahr werden gleich drei Gruppen dem Publikum auf dem Bunnemannplatz mächtig einheizen:

⛩️⛩️⛩️Samstag, 06.06., 15:05 Mantis Kung Fu: hier zeigen unsere SportlerInnen aus der Kung Fu-Abteilung, was sie können und lassen dabei nicht nur ihre Körper sprechen – seht selbst und staunt! ⛩️⛩️⛩️

‎‧₊˚✧🪩✧˚₊‧Samstag, 06.06., 18:40: Zumba x Step Aerobic – die Gruppe schafft sich eine Choreographie von Vanessa zu mitreißender Musik für den TuS auf die Platte! Schnappt euch was zu trinken und lasst euch von den feurigen Beats anstecken!‎‧₊˚✧🪩✧˚₊‧

❤️‍🔥❤️‍🔥❤️‍🔥Und als großartiges Finale treten am Sonntag, 07.06. um 14:30 unsere Hip Hop-Kids auf mit einer Choreographie von Anna Kabelski, kommt unbedingt vorbei! ❤️‍🔥❤️‍🔥❤️‍🔥

Wir freuen uns schon darauf, euch im Publikum zu entdecken – vielleicht bekommt die eine oder andere ja Lust, einmal reinzuschnuppern?

Viel Spaß und bis denne,

Euer Team TuS Ost

🧘🏽‍♀️Yoga mit Kerstin: tragt euch ein und lasst uns eure Nummer da ;)🧘🏽‍♀️

Liebe Sportlerinnen, liebe Yogis aus der Fitnessabteilung,

Kerstins Yoga-Angbot kommt bei euch gut an, das freut uns sehr! Sie wird auch künftig (bis auf den August und September) immer am dritten Samstag im Monat hier sein.

⚠️ ACHTUNG: Damit die Terminabsprache demnächst unkomplizierter erfolgen kann, ist der Termin im Mai der letzte, der über die Liste am Tresen geregelt wird! Danach steigen wir um auf einen anderen Kanal. Mehr Infos dazu findet ihr am Tresen. ⚠️

Für diejenigen, die Kerstins Special im Dezember verpasst haben, hier eine kurze Info zu ihrem Stil: Sie bietet eine Yogaklasse an, die auch auf Geschmeidigkeit, aber vor Allem auf eine bewusste Atem-Pause für den gesamten Organismus ausgerichtet ist. Am Ende ist ein achtsamer Ausklang geplant, der euch mit frischer Energie ins Wochenende schickt.

Die Klasse wird immer von 09:45 – 10:45 stattfinden. Der Einlass für die Teilnehmer erfolgt von 09:30 – 09:45 durch Kerstin. Die Türen werden um 09:45 wieder geschlossen, um den Wochenendbetrieb störungsfrei zu garantieren, daher seid bitte pünktlich!

💟Dieses Angebot richtet sich an Mitglieder aus den Bereichen Fitnessabteilung und Studio – wenn ihr also im Vereins- oder Rehasport seid und kommen möchtet, freuen wir uns über euren Vereinseintritt und den entsprechenden Abteilungsbeitrag 💟

Viel Spaß,

Euer Team TuS Ost

Nachruf

Die Fussballabteilung des TuS Ost Bielefeld trauert um sein langjähriges Mitglied

Wolfgang Huhn

Mit großer Betroffenheit haben wir vom Tod unseres Vereinskameraden erfahren.

Wolfgang Huhn war über viele Jahrzehnte eng mit unserem Verein verbunden. Als aktiver Spieler hat er das Trikot des TuS Ost mit Leidenschaft und Einsatz getragen und das Vereinsleben nachhaltig geprägt.

Auch nach seiner aktiven Zeit blieb er dem Verein stets treu. In verantwortungsvollen Funktionen – unter anderem als Fußballobmann – hat er sich mit großem Engagement für die Belange unserer Fußballabteilung eingesetzt. Zuletzt war er als Kassenprüfer tätig und brachte sich weiterhin zuverlässig in die Vereinsarbeit ein.

Sein Einsatz, seine Verbundenheit und seine Verlässlichkeit machten ihn zu einem geschätzten Mitglied unserer TuS-Familie.

Wir werden Wolfgang Huhn ein ehrendes Andenken bewahren.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen.

TuS Ost Bielefeld

🕉️Yoga bei Denise: der Kurs ist voll!

Liebe Yogis,

damit wir alle genug Platz im Montags-Yoga haben möchten wir euch bitten nur zu kommen, wenn ihr euch auf der Kursliste eingetragen habt. Der Raum ist für mehr als 16 Teilnehmende nicht gemacht, und ein Umzug in die große Halle ist keine Option.

Alternativ habt ihr die Möglichkeit, einmal bei Kerstin vorbeizuschauen! Dafür gibt es jeden Monat eine neue Liste. Entsprechende Info findet ihr hier.

Danke für euer Verständnis und weiterhin gute Entspannung,

Euer Team TuS Ost

Schutzkonzept: Verhaltensleitlinien für Eltern / Erziehungsberechtigte

Viele von euch, die das hier lesen, haben Kinder bei uns im Vereinssport. Um die geht es ganz zentral bei dem Schutzkonzept, wir geben viel dafür, dass es euren Kindern bei uns gut geht! Das beinhaltet natürlich auch euch, weil ihr auch mit den Kindern von anderen Leuten umgeht. Hier geht es um einen anderen Schwerpunkt als bei den Mitarbeitenden und Sporttreibenden: Im Zentrum steht hier der Sportverein als angenehmer Ort für Kinder, wo sie nicht angeschrien werden oder schlechte Angewohnheiten übernehmen.

Wir glauben, dass die folgenden Regeln ein guter Ausgangspunkt dafür sind, dass sich alle wohl und sicher fühlen:

  • Ich sehe mich als Vorbild für alle Kinder, verhalte mich entsprechend und verzichte aus diesem Grund auch auf Kraftausdrücke und Beleidigungen.

Es kann auch mal emotional sein am Spielfeldrand, und oft ist der Profisport mit seiner Fankultur ein Vorbild mit ziemlich derbem Umgang… aber hier spielen Kinder, keine Profis! (Und nebenbei würde ein freundlicher Umgang auch dem Profisport gut zu Gesicht stehen). Von daher erwarten wir, dass ihr euch bremst, auch wenn ihr euch ärgert!

  • Ich unterlasse es Kindern während des Trainings oder Wettkämpfen Anweisungen zu geben und erkenne an, dass dies dem Trainer obliegt.

Wir verstehen schon: Die Grenze zwischen Anfeuern („Lauf!!“) und Anweisungen („Lauf mehr über links!“) ist fließend, aber wir hoffen ihr versteht wohin es gehen soll: Wenn die Kinder zerrissen sind zwischen dem, was die Trainer*innen sagen, und was die Eltern sagen, wird es schwierig für sie.

  • Die Entscheidungen von verantwortlichen Personen (Trainer*in, Schiedsrichter*in) erkenne ich an und kritisiere diese nicht lautstark. Dadurch fördere ich den respektvollen Umgang untereinander und lebe dies den Kindern vor. 
  • Kritik oder Unverständnis gegenüber den Trainer*innen kläre ich in einem konstruktiven Vier- oder Sechsaugengespräch.

Wie immer ist auch diese Regel primär dafür da, eine bestimmte Kultur zu erschaffen: Die Kinder sollen lernen, dass man respektvoll miteinander ist. Wieso sollten sie sonst respektvoll gegenüber anderen sein, wenn wir als Erwachsene das nicht vorleben?

  • Ich gehe mit meinem Konsum von Alkohol und Zigaretten bei Kinder- und Jugendveranstaltung bewusst um und nehme meine Vorbildfunktion ernst.

Hier bewegen wir uns langsam weg von der etwas abstrakten Kultur, die wir pflegen wollen, und gehen mehr in Richtung Kinder- und Jugendschutz. Wenn wir wählen können zwischen einer Welt mit Sportvereinen, wo alle am Spielfeldrand rauchen und trinken, und einer Welt wo das nicht passiert, ist ja völlig klar in welcher Welt Kinder sicherer aufwachsen. Wir als Sportverein setzen uns deshalb dafür ein, dass das nicht passiert.

  • Sollte mein Kind beim Umziehen oder Toilettengang Hilfe benötigen, halte ich mich nicht länger als notwendig in den Umkleiden auf und achte die Privatsphäre der jungen Sportler*innen.
  • Bei der Erstellung von Fotos, sowie dem Teilen über Messenger-Dienste achte ich auf einen sachlichen Austausch und die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen.

Diese beiden Regeln sind jetzt wieder mitten in der Verhinderung von Übergriffen. Wenn es die Regel für alle ist (auch für die, die absolut harmlos sind), dann ist es auch die Regel für die, die Übergriffe planen, und darum geht es. Das ist mir wirklich sehr wichtig: Wir machen diese Regeln nicht, weil wir denken, ihr als Eltern habt irgendwas vor, ganz im Gegenteil: Wir machen diese Regeln, damit wir alle, denen Kinderschutz am Herzen liegt, uns so verhalten, dass auch die Täter auf Regeln treffen, die Übergriffe unwahrscheinlicher machen.

Das geht so oft schief, dass sich dann Leute aufregen und das Gefühl haben, ihnen würde etwas unterstellt, und es ist aber wichtig, dass das korrekt transportiert wird. Bitte macht mit, weil die Regeln gute Hilfen sind, um Übergriffe zu verhindern, und fühlt euch nicht kritisiert durch diese Regeln. Wir schnallen uns ja auch an, nicht weil wir denken heute bauen wir einen Unfall, sondern weil wir wissen: Ist schon ne gute Idee, wenn sich alle an diese Regel halten, dann passiert einfach weniger.

Schutzkonzept: Verhaltensleitlinien für Sportlerinnen und Sportler

So, auf zum nächsten „deep dive“ ins Schutzkonzept: Was erwarten wir eigentlich von euch als Sporttreibende? Was könnt ihr tun, damit vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch alle Erwachsenen, mit gutem und sicherem Gefühl beim TuS Sport treiben können?

Als Vorbemerkung – ich weiß, ich wiederhole mich, aber es ist mir sehr wichtig – mag ich kurz sagen: Diese Leitlinien sollen nicht heißen, dass ihr ganz schlimm seid, wenn ihr das mal anders gemacht habt, und sie sollen auch niemandem unterstellen, er oder sie führt was übles im Schilde. Es geht vielmehr darum, dass wir alle etwas dafür tun können, dass (a) Täter bei uns keine Chance haben, weil wir die Grauzonen ausgeleuchtet haben, und (b) alle beim TuS gute Erfahrungen mit persönlichen Grenzen machen, damit alle gut in der Lage sind, in tatsächlich brenzligen Situationen gut auf sich zu achten.

Dazu ein Beispiel: Von allen Kindern wird erwartet, dass sie Nein sagen, wenn ihnen jemand Fremdes Bonbons anbietet. Aber wir üben das fast nie mit Kindern! Ganz oft lernen sie eigentlich, dass ihr Nein zu wenig geachtet wird: Wenn sie noch nicht nach Hause wollen vom Spielplatz, nicht mit zur Oma wollen, nicht zur Schule wollen, überall ist eigentlich die Erfahrung: Ich spüre ein Nein, aber es ist egal. Leider sind da ja auch wirklich Beispiele drin, wo man nicht einfach sagen kann „dann gehst du halt nicht zur Schule“. Aber man kann dafür sorgen, dass genug Situationen passieren, wo das Nein eben doch Gewicht haben kann, und genau darum geht es auch im Schutzkonzept. Wir zelebrieren, dass Menschen Grenzen haben, es ist etwas Gutes!

  • Individuelle Grenzempfindungen werden ernst genommen und respektiert und nicht abfällig kommentiert.

Hier ist eure Chance: Wenn jemand was komisch findet, ist das so. Wenn jemand neu zum Training kommt und nicht mitmachen will bei einem Einstimmungsritual, dann ist das okay. Ihr könnt hier freundlich sein, indem ihr das ganz klar benennt: „Hey, kein Thema, du musst nur mitmachen worauf du Bock hast“. Vielleicht ist es sogar interessant, dieses Befremden mal zu verstehen, vielleicht ist ja echt was komisch daran und man hat es noch gar nicht bemerkt, weil sich alle schon so lange kennen!

  • Das sportliche Miteinander wird so gestaltet, dass die Grenzen aller Teilnehmenden gewahrt werden. Dies beinhaltet explizit sowohl körperliche wie verbale Grenzverletzungen. 

Diese Regel habt ihr schon im letzten Beitrag über die Leitlinien für Mitarbeitende gelesen: Das sportliche Miteinander wird ja gemeinsam gestaltet! Wenn jemand immer Sprüche austeilt, und ihr merkt, einer Person geht das eigentlich gegen den Strich, könntet auch ihr etwas sagen – vielleicht sogar leichter als die betroffene Person. Wenn ihr merkt, dass die Hilfestellung der Trainerin (die ihr selber vielleicht völlig okay findet) immer dazu führt, dass jemand rot wird, könntet ihr nachfragen.
Die Leitlinien wollen euch dazu ermutigen, diese Themen besprechbar zu machen: Das ist in der Situation nett („Ach, ist dir das aufgefallen, ja stimmt, ich mag’s gar nicht wenn ich so im Mittelpunkt stehe wenn sie mir hilft“) und es macht es normal, dass Grenzen wichtig sind – wir bauen quasi eine Kultur auf, wie sie sein sollte!

  • Wenn jemand mir ein “Nein” sagt (oder ein “Stopp” oder ein “Hör auf” oder eine vergleichbare Abgrenzung), achte ich dies und höre auf mit der Handlung/ der Aussage, die das Nein hervorgerufen hat. 

Diese Regel ist hoffentlich selbstverständlich – sie steht vor allem im Schutzkonzept, damit man sich ganz glasklar drauf berufen kann: Ich habe Stopp gesagt, du MUSST aufhören damit. Das können dumme Anmachen sein, ungefragte Kommentare zur Ausübung des Sports, romantische Avancen, Kommentare über den Körper, eine Hand auf der Schulter… alles Mögliche eigentlich. Und auch hier gibt es wieder eine doppelte Message: Hört auf, wenn jemand Nein sagt, und traut euch gern, Nein zu sagen, wenn etwas stört!

Schutzkonzept: Verhaltensleitlinien für Mitarbeitende

Weil das Schutzkonzept natürlich ein relativ langer Text ist (wir wollten an vieles denken!), könnte es sein, dass nicht alle von euch das ganze Dokument gelesen haben. 😉 Daher beleuchten wir in den nächsten 3 Beiträgen zu diesem Thema mal ein paar wichtige Punkte.

Im Schutzkonzept werden nämlich Verhaltensleitlinien genannt, und zwar für Mitarbeitende, Sportler*innen und Eltern / Erziehungsberechtigte.

Schauen wir uns doch heute mal die Leitlinien für Mitarbeitende genauer an:

  • Einzelgespräche, Übungseinheiten, Einzelunterricht und individualpädagogische Maßnahmen finden nur an dafür geeigneten Orten statt und müssen jederzeit von außen zugänglich sein. 

Diese Leitlinie ist ein gutes Beispiel dafür, dass solche Regeln nicht nur dadurch wirken, dass die Mitarbeitenden sich dran halten müssen, sondern auch indem sie eine Klarheit schaffen: Was ist normal? Was ist komisch? Das ist – gerade für Kinder und Jugendliche, aber durchaus auch für Erwachsene – manchmal nicht so klar. Denkt beispielsweise an den Hautarzt: Da ist es normal, dass man sich bis auf die Unterhose auszieht. Aber wenn wir das beim Augenarzt machen müssten, würden wir stutzig. Die Regel oben hilft dabei: Ja, es kann sein dass ein Trainer oder eine Trainerin jemanden einzeln trainiert, aber es kann nicht sein, dass das im eigenen Garten passiert oder im eigenen Fitnessraum. Wenn jemand das vorschlägt, sollten wir stutzig werden. Damit soll nicht gesagt werden, dass alle Menschen das vorschlagen, weil sie einen Übergriff planen – es mag auch ganz unbedarft sein. Aber wir als TuS Ost möchten, dass diese Grauzonen von vornherein gar nicht passieren – unsere Mitarbeitenden sollen professionell bleiben, damit sich niemand unwohl fühlt und natürlich auch, damit Leute, die tatsächlich einen Übergriff planen, keine Kultur vorfinden, in der es ganz normal ist, beim Trainer zuhause zu trainieren! Wir alle sollten dazu beitragen, dass man das komisch findet, damit es sich in der gefährlichen Echtsituation auch komisch anfühlt.

  • In Bezug auf Minderjährige halten wir die professionelle Distanz für besonders wichtig: Bezugspersonen bauen keine privaten Freundschaften zu betreuten Kindern oder Jugendlichen auf. Es findet keine Fortführung der Beziehung im privaten Rahmen statt (z. B. private Treffen, private Urlaube). 

Auch diese Regel hat den selben Zweck, und auch hier will ich sagen: Das klingt erstmal komisch, bloß keine Freundschaften. Kann ja sein, dass sich eine Familie toll versteht mit einem Trainer.
Aber wir wissen auch: Es ist Täterstrategie, sich nah an Kinder und Jugendliche zu schieben, sodass es sich auch für die Eltern plötzlich ganz okay anfühlt, wenn man die Kinder der Person anvertraut. Wir alle können durch unsere professionelle Haltung dazu beitragen, dass diese Fälle nicht passieren, in denen dann Übergriffe stattfinden, weil wir ganz klar ausstrahlen: Natürlich sind hier Grenzen, und die wahren wir.

  • Individuelle Grenzempfindungen werden ernst genommen und respektiert und nicht abfällig kommentiert.
  • Das sportliche Miteinander wird so gestaltet, dass die Grenzen der Kinder und Jugendlichen gewahrt werden.

Auch im einzelnen Situationen im Sport ist uns wichtig, gut mit Grenzen umzugehen. Diese Regel spiegelt vor allem wider, dass wir wissen: Grenzen sind individuell. Grenzverletzungen passieren nicht nur absichtlich, sondern können auch bei harmlos gemeinten Sprüchen oder Handlungen passieren. Dann ist uns wichtig, dass wir gut reagieren: Ein „Hab dich nicht so“ oder „War doch nicht so gemeint“ hilft überhaupt nicht dabei, dass es sich wieder gut anfühlt, wenn eine Berührung zu viel oder ein Spruch zu derb war. Eher könnte es dazu führen, dass (junge) Menschen bei uns lernen: „Aha, wenn ich eine Grenze spüre, ist das egal“. Aber das wollen wir natürlich nicht! Stattdessen soll man bei uns die Erfahrung machen „Oh cool, wenn ich eine Grenze spüre und das äußere, wird das beachtet, mein Gefühl stimmt!“. Das ist übrigens auch ein guter Schutz in Situationen mit Tätern: Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche dann ihrem Nein-Gefühl vertrauen, und dafür ist es total wichtig, dass wir auf Situatione mit Nein-Gefühl gut reagieren:
Cool, dass du was gesagt hast, ich achte das nächste Mal drauf.
Tut mir leid, dass das blöd für dich war, ich lasse das ab jetzt.
Oh sorry, hab ich nicht gut drüber nachgedacht, danke dass du mir das zurückmeldest.

Als nächstes gibt es einen Artikel über die Leitlinien für Sporttreibende!

#NeinZuGewalt – Nicht wegschieben!

Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat gemeinsam mit der Unabhängigen Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen seit einiger Zeit ein Programm online, das ich (Jan vom #NeinZuGewalt-Team) ziemlich gut finde! Unter Nicht-Wegschieben.de finden sich sieben Handlungsempfehlungen, die jede*r einzelne von uns befolgen kann im Umgang mit Kindern.

Wie ihr ja wisst, ist mir vor allem wichtig, dass es möglich wird, über das schwierige Thema Grenzverletzungen zu sprechen, damit wir nämlich genau nicht hilflos und sprachlos werden, wenn wir davon hören – denn Kinder verdienen in solchen Momenten kompetente, hilfreiche Erwachsene.

Die Website hat direkt auf der Startseite einen tollen Film, ich empfehle euch einmal vorbeizuschauen!

Außerdem habe ich die 7 Handlungsempfehlungen hier einmal abgebildet. Die Punkte 3 und 5 gehen vor allem Eltern etwas an, aber alle anderen Punkte haben massiv mit uns zu tun – besonders der letzte Punkt zeigt, wie wichtig wir als Verein sind.

Das Team #NeinZuGewalt beim TuS Ost wird einige der Aktionsmaterialien bestellen – auch wenn sie sich viel an Eltern richten, helfen sie uns dabei, das Thema aktiv zu halten und für Gesprächsanlässe zu sorgen.

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